Bundeswehr Feldpost verweigert Zustellung von Waffenzubehör in Einsatzland

Laut aktuellen Informationen von uns, verbietet die Bundeswehr Feldpost seit kurzem das Zusenden von privat gekauftem Waffenzubehör zu den Soldaten im Einsatzland. Als heute ein Paket von uns zu einem Offizier nach Mali zum zweiten mal zurück kam, wurden wir etwas stutzig. Unsere Felpostpakete kamen bislang immer ohne Probleme im Einsatzland an und sind gemäß den Felpostvorschriften gepackt (also ohne Batterien etc.). Auch handelte es sich um nicht wesentliche Zubehörteile - sprich nichts für was man eine waffenrechtliche Erlaubnis benötigen würde und von JEDERMANN gekauft werden kann. In dem aktuellen Fall ein ganz normales Zielfernrohr.   

Auf unsere Nachfrage bei der Felpost, verwies man uns an die Feldjägerdienststelle in Mainz. Nach Rücksprache mit den Feldjägern (welche vermutlich zuständig sind die Pakete in und aus dem Einsatzland zu überprüfen) erhielten wir von dort die Aussage, dass Waffenzubehör nicht länger in das Einsatzland verschickt werden darf. Diese Regelung kommt anscheinend vom Feldpostamt.

Selbstverständlich finden wir als Händler diese Regelung nicht so toll, da wir viel in die Einsatzländer an Sonderzubehör liefern. Viel besorgniserregender ist aber die Tatsache, dass die Felpost rechtlich ein innerdeutsches Postsystem ist, man also vom Gesetz her unter dem Strich von Deutschland nach Deutschland liefert (egal ob das Feldlager im Ausland ist oder nicht - Feldpost war bislang immer Heimat und heimisches Recht). Ergo nimmt man Soldaten im Einsatz nun das Recht sich alles in das Einsatzland liefern zu lassen was sie sich gerne liefern lassen würden - wie sie es in Deutschland auch könnten. Ebenso wissen wir aktuell noch nicht, wie es mit dezentralen Beschaffungen im Ausland ausschaut, die einen Sofortbedarf als Hintergrund haben. 

Kurzum, wir bleiben dran und ergänzen diesen Artikel mit weiteren Informationen, sobald uns diese vorliegen. Aber bereits jetzt ist unsererseits abzusehen, dass diese neue Regelung des Felpostamts vermutlich unter der Rubrik "Schwachsinnige Entscheidung" einzuordnen sein wird - vorausgesetzt es gibt keine stichhaltige und schwere Begründung diesen Eingriff vorzunehmen. 

Update
Nach heutigem (26.10.17) Kenntnisstand ist es so... Die Feldpost hat nahezu identische Transportvorschriften wie die Bundespost. Bei der Bundespost werden z.B. Dinge wie: Waffen, Waffenzubehör, Spraydosen, Akkus usw. ... via Nutzungsrichtlinien ausgeschlossen. Während jedoch bei der Bundespost die innländischen Pakete nicht durch den Röntgenscanner laufen, läuft die Feldpost immer durch den Scanner. Bedeutet, die meisten Versandhändler, Waffen- und Zubehörhersteller oder auch Privatpersonen wissen dies nicht einmal und nutzen die Post, aber durch die Tatsache, dass die zivile Bundespost im Inland kaum kontrolliert, läuft das System einfach seit Jahren unbemerkt durch. Im Gegensatz dazu die Feldjäger im Auftrag der Feldpost, welche die Feldpost scannen und dann Dinge sehen, die gegen die Nutzungsrichtlinien verstoßen und dann die Sendung herausnehmen und zurückschicken.

Ergo... Wenn man bei der Feldpost einen 150%igen Feldjäger stehen hat (Also die Art von Person die man schon in der Schule am liebsten gemobbt hat), geht die Sendung nicht durch und kommt zurück. Ergo ist es faktisch nur nach "Glück" möglich, dass mit der Feldpost Dinge wie Waffenzubehör oder selbst Handyakkus etc. durchkommen. Die Frage, wie dann Waffenersatzteillieferungen im Einsatzland überhaupt ankommen - oder - weshalb dies jetzt erst so ist und zuvor nie ein Problem war... Konnte man uns nicht beantworten. Auch wird nicht differenziert zwischen wesentlichen Waffenteilen und Unwesentlichen. 

Somit hat es sich eigentlich komplett erledigt, wenn ein Soldat seine Ausrüstung im Einsatz mit eigenen Mitteln aufbessern möchte. 

Update 2
Gerade hat uns noch ein Mitarbeiter einer in diesem Bereich involvierten Behörde angerufen (Ich bitte um Verständnis, dass wir keine Namen / Einheiten nennen) und uns mit interessanten Infos versorgt. Anscheinend ist es so, dass die Feldpost eine auf den Deckel bekommen hat von den Airlines, welche stichprobenartig die Inhalte der Pakete zur Frachtsicherheit überprüfen können. Hierbei fiel die Feldpost anscheinend auf, was dann zu Flugverzögerungen führte und somit die Airline viel Geld gekostet hat. Hier ist aktuell anscheinend noch nicht klar, wer die Kosten für diese Verzögerungen und die Verantwortung trägt. Aus diesem Grund kontrollieren die Feldjäger aktuell "Extra scharf" - es geht also um Haftung und Geld in Bezug auf die transportierende Airline.

Wäre doch eigentlich einfach zu lösen, indem man "unwesentliche Teile" ganz klar erlaubt... denn wesentliche Schusswaffenteile kann man auf eine kurze Liste setzen die jeder versteht. Aber hey... das wäre logisch und geht daher sicher nicht ;)
 

 
       

 

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